Immer weniger Betrügereien mit der Kreditkarte

Dienstag, 25. September 2012 um 12:39 Uhr

Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) in der momentanen Euro- Krise derzeit eher negative Nachrichten verkünden muss, gab es vor kurzem eine positive zum Thema Zahlungsverkehrssicherheit. Die EZB teilte am Mittwoch dem 25.07.2012 nämlich mit, dass laut einer aktuellen Studie die Zahl der Kreditkartenbetrüge im Euro- Raum zurückgegangen ist.

Ergebnisse der EZB – Studie

EZB - Frankfurt am Main - DeutschlandDie Studie der Europäischen Zentralbank zum Thema Kredit- und EC- Karten lief von 2007 bis einschließlich 2010. Es wurde dabei festgestellt, dass sich der Schaden, den Datendiebe und Kreditkartenbetrüger anrichten von 2009 zu 2010 um ca. 12 % reduziert hat. Dennoch ist die durch Kreditkartenbetrug jeglicher Art angerichtete Schadenssumme von über 1,25 Milliarden Euro nicht zu unterschätzen. Auf die Gesamtheit aller EC- und Kreditkarten im SEPA- Raum machen die Karten, mit denen fremdes Geld abgehoben wurde aber nur 1,2 % Prozent aus. SEPA steht dabei für Single Euro Payments Area, also für das vereinheitlichte Zahlungsgebiet der Europäischen Union, sowie einiger europäischer Nicht-EU Staaten wie Liechtenstein, Norwegen, Monaco und die Schweiz.

Allgemein ist der Zahlungsverkehr durch die Einführung des EMV– Standard sicherer geworden, analysiert die Europäische Zentralbank in ihrer Studie. Durch diesen besitzen Kreditkarten nämlich einen Mikroprozessorchip, der die Kundendaten besser schützt, als die früheren Magnetstreifenkarten, außerdem werden die Daten verschlüsselt gesendet und auf Echtheit geprüft. EMV steht dabei für die 3 großen Kreditkartenabieter Europay International, MasterCard und VISA, die dieses System entwickelt haben.

Trotzdem Kein Grund für Leichtsinn und Sorglosigkeit

Trotz der gesunkenen Zahl der Kredit- und EC- Karten Betrüge sollte man trotzdem aufmerksam und vorsichtig sein. Verbrecher versuchen nämlich immer öfter wichtige Kartendaten, wie beispielsweise die PIN beim Kauf über das Internet oder Telefon zu stehlen. Die Verbraucher sollten deshalb darauf achten, dass die Seiten auf denen sie einkaufen geschützt sind und somit nicht von Dritten auf die Daten zugegriffen werden kann. Im Gegensatz zu der Gesamtzahl der Kreditkartenbetrüge erhöhte sich sogar die Schadenssumme im Bereich des Datendiebstahls im Internet und am Telefon um ca. 13%.


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