Kreditkartenkonto vs. Anlagekonto

Ein paar sehr wichtige Vorteile haben Kreditkarten allemal: Sie bringen eine Kreditfunktion mit und können zum sicheren bargeldlosen Bezahlen eingesetzt werden. Das wissen vor allem die Menschen zu schätzen, die gern im Internet einkaufen, oder kein Risiko eingehen wollen, bei einem Taschendiebstahl viel Bargeld als Verlust verbuchen zu müssen. Auch zum Überwinden von kurzfristigen finanziellen Engpässen ist die Kreditkarte eine echt gute Sache. Wer zu einem Angebot mit jährlichen Grundgebühren greift, der kann – teil in mehreren Stufen – von einer verzögerten Abrechnung der Umsätze auf dem Kreditkartenkonto profitieren. Noch dazu könnte die Kreditkarte Vorteile bringen, wenn der Händler beispielsweise auf die Bezahlung mit der Kreditkarte Sofortrabatte gibt. Alternativ sind auch Bonussysteme üblich, bei denen es Gutschriften durch den Kreditkartenanbieter selbst gibt, oder man sich über Punkte-Sammel-Systeme beim Eintauschen interessante Sachprämien sichern kann.

Das Kreditkartenkonto ist kein Anlagekonto

Kontoauszug eine KreditkartenkontosDie Abrechnung der Kreditkartenumsätze erfolgt entweder über ein eigens dafür eingerichtetes Konto oder ein verbundenes Girokonto. Beide haben gemeinsam, dass dafür üblicherweise keine Guthabenzinsen gewährt werden. Zum Deponieren von Guthaben sind sie demnach beide nicht die beste Wahl. Und solche Guthaben können entstehen, wenn man bereits bezahlte Reisen rechtzeitig storniert oder bei einem Händler Waren zurückgibt, weil sie beispielsweise nicht den Qualitätskriterien entsprechen, die vom Händler in seiner Produktbeschreibung deklariert worden sind. Wer aus solchen Geldreserven Profit schlagen möchte, der sollte sie nicht auf dem unverzinsten Verrechnungskonto zur Kreditkarte oder dem zur Abrechnung benutzten Girokonto liegen lassen, sondern sich ein Anlagekonto suchen, wo er auf die deponierten Guthaben eine Rendite bekommt. Wer noch kein Bankkonto bestitzt, der kann hier ein kostenloses Bankkonto beantragen. Dieses steht in der Regel innerhalb weniger Tage zur Verfügung und kann genutzt werden.

Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto zur Umschichtung nutzen?

Welche der beiden Varianten für wen die bessere Wahl ist, dass hängt in erster Linie davon ab, wie lange das Geld nicht benötigt wird. Auf einem Festgeldkonto bekommt man einen planbaren Festzins, der von vornherein für die gesamte Laufzeit der Anlage festgelegt wird. Dabei lassen viele Banken dem Kunden die freie Wahl bei den Anlagezeiträumen zwischen wenigen Monaten bis hin zu zehn Jahren. Das Tagesgeld ist für denjenigen besser, der nicht weiß, wann er das Geld benötigt. Auf das Tagesgeld hat man im Gegensatz zum Festgeld täglichen Zugriff, muss sich aber auch damit abfinden, dass die Verzinsung täglich neu festgesetzt wird. Die Anlage Tagesgeld macht zur Erzielung der bestmöglichen Rendite deshalb eine straffere Überwachung durch den Anleger notwendig.

Interessant sind in dieser Hinsicht auch die Mischformen, die einige Banken inzwischen bereithalten. So kann man sich an ein Festgeld binden, bei dem man die vereinbarte volle Rendite bekommt, wenn man die komplette vertraglich vereinbarte Laufzeit absolviert. Kann man das nicht und muss die Anlage vorzeitig auflösen, erfolgt eine Rückrechnung der Rendite auf die Zinsen, die im abgelaufenen Zeitraum der Festgeldanlage auf ein Tagesgeld gewährt worden sind. So sichert man sich die volle Flexibilität und hat trotzdem die Chance, den vollen Festzins für eine Festgeldanlage zu bekommen.