Vorsicht bei den Dispozinsen: Wie Banken hier abzocken

Dienstag, 29. Januar 2013 um 17:38 Uhr

Der Grundsatz „Über Geld spricht man nicht“ wird von vielen Banken in Deutschland sehr ernst genommen, wenn es um die Dispozinsen-Politik geht. Viele Banken erweisen sich gegenüber den Medien als wenig gesprächsbereit und bieten interessierten Kunden wenig Transparenz, wenn sich diese für die Bemessung der Dispozinsen interessieren. Nicht selten müssen Bankkunden mit Dispositionszinsen von rund 15% rechnen. Bereits im vergangenen Jahr waren die Banken für ihre Dispositionszinsen in die Kritik geraten. Nach Expertenmeinungen sollten Banken für die Kontoüberziehung höchstens 10% verlangen, rentables Arbeiten sei zudem bereits im einstelligen Zins-Bereich möglich.

Dispositionskredite sind eine wichtige Einnahmequelle für die Banken

Für viele Banken ist der Dispozins eine äußerst ertragskräftige Einnahmequelle. Die Gewinnspannen bei den Banken sind aktuell so groß wie nie zuvor, da sich der EZB-Leitzins bereits seit Monaten auf einem Rekordtief von ca. 0,75% befindet, dennoch bieten die Banken Dispositionskredite im Schnitt für ca. 15% an. Nach Angaben des Forschungsinstituts Emnid hat bereits jeder dritte Deutsche in seinem Leben einmal einen Überziehungskredit in Anspruch genommen, jeder Zehnte hat bereits zwei Mal im Jahr auf einen Überziehungskredit zurückgegriffen. Im vergangenen Juni 2012 sind nach Angaben der Bundesbank die deutschen Bundesbürger mit ungefähr 42 Milliarden Euro im Minus gewesen, wobei ein großer Teil davon auf überzogene Girokonten zurückgeführt werden kann. Nach Angaben der Fachzeitschrift Finanztest muss ein Kunde, der einen Kredit in Höhe von 1000 Euro zu einem Zinssatz von 14,25% für 6 Monate aufnimmt, gut 71 Euro zahlen. Vergleichsweise gering fällt eine Dispo-Überziehung bei der Skatbank aus, welche mit einem Zinssatz von 5,25% führend ist, mit 26 Euro kann der Verbraucher hier von einem „Schnäppchen“ profitieren.

Kritisierte Banken verbessern ihre Konditionen

Durch die negative Presse im vergangenen Jahr haben 25 von 26 der in die Kritik geratenen Banken ihre Konditionen gesenkt. Die Konditionsveränderungen bei den Banken haben System. Viele Institute verweigern bei Anfragen der Presse die Auskunft, eine Interviewanfrage lässt den Zins aber zumeist rasch purzeln. Fazit: Die willkürlich anscheinenden Zinsen der Banken machen es dem Verbraucher schwer, einen Kredit kurzfristig zurückzahlen zu können. Nicht selten werden private Verbraucher Opfer der Schuldenfalle.

Weitere Informationen zur Schuldenregulierung und Kreditschulden finden sich hier: kostenloseschuldnerberatung.org


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